Waschmittel aus Kernseife

In meinen Büchern gibt es bisher nur Rezepte für Flüssigwaschmittel. Das lässt sich zwar schnell anrühren und hat eine hervorragende Waschwirkung, aber es geht noch besser. 

Werbung/Verlinkung. Wäsche passiert nebenbei. Das bedeutet: Es muss schnell gehen. Nun sind viele meiner Leser mit dem Flüssigwaschmittel sehr zufrieden, aber es gibt immer wieder Einwände, Pulver sei besser für die Maschine. Ich hab mich jetzt endlich getraut, wozu meine Seifenfrau mir schon lange geraten hat. Ich habe die Seifenflocken von Marius Fabre pur und im Ganzen in die Waschmaschine gegeben. Das Ergebnis war bombastisch!

Ihr braucht:

  • Seifenflocken oder geriebene Kernseife
  • Soda
  • einen Esslöffel

Bei mir stehen Zutaten und Werkzeug auf der Waschmaschine. Ich gebe bei normaler Verschmutzung 1 EL Seifenflocken und 1 EL Soda ins Waschfach. Optional kann bei starker Verschmutzung ein weiterer EL hinzugegeben werden. Bei Weißwäsche kann zusätzlich 1 EL Sauerstoffbleiche ins Fach. Fertig.

Das ist zu beachten:

Dieses Waschmittel eignet sich nicht für Kurz- und Kaltwaschgänge. Die Wäsche sollte bei mindestens 30 Grad und für mindestens eine Stunde in der Maschine bleiben, sonst lösen sich die Seifenflocken nicht auf. Ich wähle immer das Eco-Programm, das drei Stunden dauert.

Für schwarze Wäsche empfehle ich nach wie vor das Flüssigwaschmittel, weil sich durch das Soda gerne mal Streifen auf der Wäsche bilden, wenn die Maschine zu voll ist.

Welche Seife ist die richtige?

Achtet vor allem darauf, dass das Palmöl in der Kernseife aus nachhaltigem Anbau stammt. Bei Marius Fabre und den Kernseifen im Bio-Sortiment ist das der Fall. Kauft keine Kernseife im Drogeriemarkt, weil diese als Komplexbildner EDTA enthalten. Dieser Stoff belastet das Wasser nachhaltig, weil er nicht biologisch abbaubar ist. EDTA wird den Produkten als Schmutzbinder hinzugefügt.

Ich kaufe meine Seifenflocken bei Seife und mehr in Bamberg. Es gibt sie im 750g-Karton, im 5kg-Sack und in eurer Wunschmenge. Alles wird plastikfrei versendet.

Foto: Lea Schreiber

14 Gedanken zu “Waschmittel aus Kernseife

  1. Beides, flüssig und pulvrig, hatte ich schon mal getestet, und ich finde es gut, hier Hinweise zu finden, wann was sinnvoll ist, bevor man enttäuscht vorschnell aufgibt. Mit schwarzer Wäsche (besonders Jeans) bin ich selten zufrieden im Ergebnis, also danke schonmal für den Hinweis. Man kann sich besonders schwarze Jeans übrigens dann noch nachträglich verunstalten, wenn man sie in den Trockner gibt, weil dieser Bleichknicke produziert, also sowas besser nur auf der Leine trocknen. Trockner haben ansonsten doch einen Vorteil: man spart sich damit meist das nachträgliche Bügeln, welches ebenfalls Strom (und natürlich Zeit und Nerven) braucht.

    1. Das mit dem Trockner stimmt. Meist reicht es auch die Wäsche nur 10 Minuten in den Trockner zu geben und dann heiß direkt auf die Leine zu hängen. Dann spart man sich das Bügeln fast überall und die Wäsche ist auch so recht schnell trocken.

      1. Ich mache das umgedreht. Erst auf der Leine trocknen, dann im Kurzprogramm (20 Minuten) in den Trockner und direkt danach zusammen legen. Klappt auch bei den meisten Blusen und Hemden gut.

  2. Das ist ein tolles Rezept. Ich muss gestehen, dass ich mich da noch nicht ran getraut habe, weil wir hier sehr hartes Wasser haben.
    Aber ich denke jetzt ist es mal an der Zeit es auszuprobieren.

  3. Hallo Frau Schubert, ich habe schon sehr vieles aus ihrem Blog umgesetzt.Bin fast Selbstversorgerin, lebe sehr abgeschieden im Wald. Koche ein, dörre , entsafte etc. Nun meine Frage: gibt es eine Alternative zu den handelsüblichen Plastiktüten? Ich sammle Eisdosen, friere in Gläsern ein… Aber der Einsatz von Plastiktüten muss doch immer wieder mal sein. Über einen Tipp wäre ich sehr dankbar.
    Mit freundlichen Grüßen
    G.Leyendecker

    1. Hallo Gabriele,

      das ist ja toll! Sie sind also schon richtig weit!
      Es gibt Gefrierbeutel aus Biokunststoff. Ansonsten gibt’s wohl keine Alternative.

      Ich nehme, wenn ich mal Fleisch von einem Bauernhof bekomme, tatsächlich meine alten Plastikdosen.
      Das finde ich besser als Beutel, die im Müll landen.

      Viele Grüße
      Nadine Schubert

  4. Ich finde die selbstgemachten Reinigungsmittel prima, hinterfrage aber den Nutzen der einzelnen Komponenten (insbesondere Waschsoda und Zitronensäure):

    Kernseife: Nutzen klar, soll Fett und Dreck lösen
    Zitronensäure: soll als Entkalker wirken, aber wenn gleichzeitig Waschsoda oder Natron vorhanden ist, wird sie einfach nur neutralisiert und damit als Kalklöser unwirksam. Als Kalklöser eignet sie sich außerdem nur bei niedrigen Temperaturen (kleiner 40°C), da sonst ein noch schwer löslicheres Salz entsteht als Kalk.
    Waschsoda: hat man früher zum Waschwasser getan, um das Wasser zu entkalken. Dabei hat sich der Kalk am Boden des Waschbottichs abgesetzt und das darüberstehende Wasser war kalkärmer. Mir erschließt sich aber nun nicht der Zusatz des Waschsodas in Waschmaschine oder Spülmaschine, weil da meiner Meinung nach durch den Zusatz des Carbonats erst recht Kalk entsteht.
    Eventuell mache ich aber auch einen Denkfehler? Bin für Informationen offen.

    Lieben Dank und lieben Gruß, Elisabeth

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