Pulver für die Spülmaschine

Der Geschirrspüler ist ein heikles Thema bei vielen, die Plastik vermeiden möchten. Pulver ist besser als Tabs, da es sich bedarfsgerecht portionieren lässt. Dennoch haben viele Besitzer einer Spülmaschine Skrupel, selbst gemachte Produkte einzusetzen aus Angst, sie könnten der Maschine schaden. Nach langem Tüfteln habe ich meine perfekte Mischung gefunden.

Im Laufe der Zeit findet man seine Lösungen – und die werden oft einfacher statt komplizierter. Ich mische mir kein Pulver für den Geschirrspüler mehr vor, sondern verwende eine Art Baukasten-System, das sich inzwischen bewährt hat.

Der Vorteil: Ich kann, je nach Bedarf, von der einzelnen Zutat mehr oder weniger hinzugeben.

Mein Pulver besteht aus drei günstigen und umweltfreundlichen Zutaten, die sehr leicht ohne Verpackung zu bekommen sind.

Die Zutaten:

  1. Waschsoda
  2. Zitronensäure
  3. Weiße Olivenseife ohne Palmöl (alternativ: geriebene Bio-Kernseife)

Über meiner Spülmaschine hängt ein kleines Regal, auf dem ich die Zutaten griffbereit stehen habe. In einem Glas steckt ein Teelöffel zur Dosierung.

So geht’s:

Ich gebe von jeder Zutat einen Teelöffel Pulver ins Spülmittelfach. Die Seife immer zuletzt, damit sie als erstes aus dem Fach fällt, wenn es sich öffnet. Sonst kann es sein, dass mal ein bisschen Seife im Fach kleben bleibt.

Diese Mischung ist für eine normal lange Wäsche – ich wähle immer den Eco-Waschgang. Wenn ihr mal Gäste habt und es schneller gehen muss, könnt ihr die Dosis halbieren.

Und wenn Rückstände in der Maschine sind – die sammeln sich ja häufig im unteren Bereich – könnt ihr einen Teelöffel Zitronensäure zusätzlich auf den Boden der Spülmaschine geben. Natron ginge auch.

Fazit nach acht Wochen:

Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis! Mein Geschirr, auch Töpfe und Pfannen, wird wunderbar sauber. Bei hartnäckigen, angebrannten Speiseresten im Kochgeschirr, behandle ich jedoch vor.

Mein Tipp: Um eine Pfanne einzuweichen, einfach Wasser hineingeben und je einen TL Soda und Zitronensäure hinzugeben. Nach kurzer Zeit kann die Pfanne ganz leicht ausgewischt werden. Alle Reste sind verschwunden.

Achtung:

Es ist wichtig, dass immer Soda verwendet wird – vor allem, im Zusammenhang mit Seife. Soda dient als Wasserenthärter und weicht Seifenreste auf, sodass diese nicht als Rückstände in Maschine und Schläuchen zurückbleiben.

Zusätzlich zum Spülmaschinenmittel ist es nötig, Salz und Klarspüler zu verwenden. Ich kaufe normales Spülmaschinensalz ohne Rieselhilfen – zum Beispiel im Bio-Supermarkt. Klarspüler stelle ich seit drei Jahren selbst her. Das Rezept findet ihr hier: Klarspüler für die Spülmaschine

28 Gedanken zu “Pulver für die Spülmaschine

  1. Hallo,
    das probier ich unbedingt aus. Momentan benutzte ich ein Selbstgemachtes Mittel aus je 250gr Natron, Soda und Zitronensäure und bin noch nicht so glücklich da meine Kristallgläser immer einen Schmierfilm haben. Wie ist dieses Spülmaschienenmittel denn bei Gläsern?
    MfG, Rebecca

  2. Hallo Frau Schubert, das werde ich definitiv mal ausprobieren. Momentan benutze ich die Tabs von dm Marke denkmit, im Karton und die Folie löst sich im Wasser auf. Was denken Sie, ist das Produkt problematisch? Herzliche Grüße,
    Antje

  3. super!
    tolle rezepte für den haushalt!
    danke dafür!
    habe ich nun im gebrauch und bin begeistert!

    hier ein interessanter tipp zum thema plastikwahrnehmung..

    zu der uns alle betreffenden thematik
    und der anregung eines umdenkens im umgang mit plastik,
    startet am 19.7.2019 in zermatt ein kunstprojekt von Brano šmon.
    schaut es euch auf seiner http://www.brankosmon.de an – unter aktuelles.
    evtl.wollt ihr es in der community streuen….?
    nur durch die veränderung unserer wahrnehmung können wir versuchen
    das problem global zu bekämpfen und die plastikvolumina nicht weiter anwachsen zu lassen.
    es tut sich was ….

    herzlich zuzana

  4. Hallo Frau Schubert,
    ich benutze seit ein paar Wochen das Baukastenprinzip für die Spülmaschine. Leider bin ich nur teilweise zufrieden, denn meine Gläser werden nicht sauber bzw. sind mit einem Film überzogen und auch das Besteck ist oft fleckig.

    Im Moment ist meine Mischung
    1,5 TL Zitronensäure
    2 TL Soda
    1 TL Seifenflocken (grüne Waschkernseife)

    Gibt es noch irgendwelche Tipps?

    MfG Eva

  5. Hallo Frau Schubert!

    Wir haben gerade eine Entkalkungsanlage angeschlossen weil wir hier sehr, sehr hartes Wasser haben.

    Wenn ich es richtig verstehe, dann könnte ich doch jetzt die Zitronensäure weglassen, richtig? Die dient doch vorwiegend als Enthärter.

    Liebe Grüße aus Westfalen,
    Rebeca

  6. Hallo Frau Schubert
    Unser Wasser ist weich, Salz und Klarspüler waren eingefüllt.

    Ich habe das Mischungsverhältnis zwei Tage beim Spülen mit der Maschine ausprobiert. Als Seife habe ich Dalli Haushalts-Kernseife benutzt.
    Mit dem Ergebnis bin ich teilweise zufrieden. Porzelan: Suuuupi. Sauber und glänzend.
    Gläser und Edelstahl: Nicht zufriedenstellend. Milchig und Schlieren.

    Vielleicht haben Sie noch einen Tipp

  7. Nutze die grüne Olivenseife von Patounis. Die ist auch ohne Palmöl. Habe alles so angewendet wie beschrieben und trotzdem sehen die Gläser total milchig aus. Jetzt sind wir wieder auf Tabs umgestiegen. Da gibt es welche bei dm mit einer löslichen Folie und im Pappkarton. Das ist für mich aber nicht die Lösung auf dauer. Ich würde ja schon gerne wieder meine Mischung anwenden.

    1. Dass sich die grüne Seife so gut eignet, bezweifle ich. Ich habe wie lange für die Wäsche verwendet und war nicht zufrieden. Zu viele Rückstände…
      Es kommt tatsächlich auch ein wenig auf die Maschine an. Wie alt, wie viel Wasser beim Spülgang, ist das Salz immer voll?
      Ich fülle Salz auch dann auf, wenn es nicht angezeigt wird. Auch den klarspüler. Es gehört ein bisschen tüfteln dazu… nehmen Sie mal nur die Hälfte der Seife.
      Viel Erfolg!

  8. Und wenn es überhaupt nicht klappen sollte…besser loses Pulver als Tabs verwenden. Das kann man deutlich geringer dosieren als angegeben. Je nach Verschmutzung reicht ein gestrichener Teelöffel.

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