Chutney: süß-sauer geht immer

Ich bin im Moment im Selbermach-Fieber! Ich nehme mir viel Zeit zum Kochen, Bevorraten und Reste verwerten. Zu meinen selbst gemachten Brotaufstrichen, aber auch zu Bowls liebe ich Chutney. Mein Mann isst es auch zur Brotzeit oder zu Gegrilltem. Das beste Rezept kommt – wie so oft – von Oma.

Die Oma meines Mannes hat jedes Jahr Unmengen an „Söds“ eingekocht. So nannte sie, was wir als Chutney bezeichnen. Söds ist das fränkische Wort für „Solches“. Wahrscheinlich hat sie es so genannt, weil allerhand Zutaten verwendet werden können. Das Original-Rezept findet ihr am Schluss des Artikels. Ich habe es etwas abgewandelt, weil ich eben nicht immer alles da habe, was in Rezepten steht. Und ich halte mich oft auch nicht daran.

Oma hat Söds immer aus Zucchini gemacht. Ich verarbeite alles Mögliche. Zuletzt wollte ich herausfinden, ob es mit Wirsing und Rotkohl klappt. Und siehe da: Beide schmecken wunderbar!

Chutney ist eine tolle Möglichkeit, große Mengen an Gemüse zu verarbeiten und Reste zu verwerten.

 

Blaukraut-Chutney

  • 1 Krautkopf
  • 3 rote Zwiebeln
  • 2 Äpfel (optional, ich habe sehr weiche Äpfel genommen)
  • 1/2 Liter Essig
  • 150 g Zucker
  • 2 TL Senf
  • 2 TL Currypaste
  • 2 EL Mehl

Kraut, Zwiebeln und Äpfel etwa 20 Minuten in Wasser weich kochen. Wasser abgießen und Essig, Zucker, Senf und Curry dazugeben. Auf kleiner Flamme gut verrühren, damit sich Zucker und Currypaste auflösen.

Herd ausschalten, Mehl einsieben und die Masse mit dem Pürierstab fein mixen.

Sofort in heiß ausgespülte Schraubgläser füllen, Deckel gut zuschrauben und Gläser auf den Kopf stellen, bis sie ausgekühlt sind. Das Chutney hält nun mindestens sechs Monate.

Wirsing-Chutney

  • 1 Wirsing
  • 2 weiße Zwiebeln
  • 2 Äpfel (wieder optional)
  • 1/2 Liter Essig
  • 150 g Zucker
  • 2 TL Currypaste
  • 2 EL Mehl

Wirsing und Zwiebeln mit den Äpfeln eine halbe Stunde weich kochen. Wasser abgießen. Essig, Zucker  und Currypaste dazugeben und rühren, bis sich alles aufgelöst hat.

Am Ende das Mehl einsieben und die Masse pürieren. Ebenso in heiß gespülte Gläser umfüllen.

Natürlich kann je nach Geschmack mehr oder weniger gewürzt werden. Wer es schärfer mag, gibt Cayenne-Pfeffer dazu. Wenn das Chutney zu flüssig ist, bindet Mehl die Masse ab. Es ginge auch Speisestärke, damit geliert es etwas mehr.

Das Original-Rezept von Oma

Oma hat Chutney nur im Sommer gekocht, wenn Gemüse in Hülle und Fülle verfügbar sind. Ihr Original-Rezept umfasst deshalb riesige Mengen Gemüse.

Hinweis: Zucchini werden tatsächlich einen Tag vorher eingelegt. Mit dem Kohl mache ich das nicht. Ich benötige auch kein Salz.

Übrigens: Das Zeichen hinter den Ziffern bedeutet Pfund.

3 Gedanken zu “Chutney: süß-sauer geht immer

  1. Eine wunderbare Idee auch Wintergemüse so zu verarbeiten! Werde ich ausprobieren! Ihnen und Ihrer Familie wünsche ich ein glückliches und gesundes neues Jahr! Herzlichen Dank für Ihr Engagement und die immer wieder inspirierenden Gedanken und Ideen!

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