Wie teuer ist das plastikfreie Leben?

Das Thema plastikfreier Einkauf wird sehr kontrovers diskutiert. Die Einen sagen, es sei viel teurer. Andere meinen, sie sparen Geld. Ich mache ja regelmäßig Werbung dafür, lokal einzukaufen. Predige, es sei durchaus machbar, auch finanziell. Es gilt aber vor allem eines: Du musst es wollen!

Viele meiner LeserInnen haben den Wocheneinkauf genau im Blick. Sie wissen, was sie wofür ausgeben, achten sehr darauf, den Einkauf übersichtlich zu halten und nur bestimmte Läden anzulaufen. Und dennoch sind sie oft der Meinung, zu viel Geld auszugeben.

Ich erzähle oft, dass ich zwischen 70 und 90 Euro für den Lebensmitteleinkauf pro Woche ausgebe. Das schaffen viele nicht. Hier möchte ich erklären, was ich tue, wo ich wie viel Geld ausgebe und warum es nicht wichtig ist (außer, wenn es finanziell wehtut), ob man 90 oder 120 Euro ausgibt.

Mein Einkauf

Die Biokiste: Ich bekomme jeden Donnerstag meine Gemüsekiste vom Demeterhof geliefert. Wir haben die mittlere Größe, ausschließlich mit regionalem Gemüse (ohne Obst) und zahlen dafür 20,60 Euro. Dabei bleibt es aber nie, denn ich kann dort Käse kaufen (ich zahle alle vier Wochen für 1kg 16 Euro), Champignons (1 kg 9,90 Euro), den feinen Brotaufstrich für die Tochter (sie isst meine selbst gemachten nicht gerne) oder auch mal das, was gerade fehlt (etwa Dinkelgries oder ein Obst, auf das ich Lust habe). Dafür zahle ich pro Woche insgesamt zwischen 30 und 45 Euro – je nachdem, ob Käse dabei ist, oder nicht.

Der Bäcker: Bei meinem Bäcker gibt es nicht nur Brot. Vielmehr ist er ein kleiner Dorfladen und verkauft neben Backwaren auch Milch im Pfandglas, Joghurt, Demeter Obst und Gemüse, Bioprodukte, die man auch aus dem Supermarkt kennt, Kaffee und alles, was er in der Backstube verwendet. Auf dem Bild seht ihr nur Beispiele. Ich kaufe jede Woche:

  • 1 Kiste Milch und Kaba (insgesamt 6 Flaschen)
  • 3 Gläser Joghurt
  • 1 Brot, etwa 10 Brötchen
  • 400 g Kaffeebohnen
  • Bananen, Äpfel, Salatgurken
  • das, was gerade fehlt (Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Mandeln, Walnüsse, Haselnüsse, Salz/Pfeffer, Zimt usw. – alles aus der Backstube). Das brauche ich aber nicht jede Woche

Mein Bäcker bietet mir die Waren sehr günstig an. Für 100 g Steinsalz zahle ich 15 Cent, Kürbiskerne kosten 60 Cent pro 100 g. Übrigens verkauft er das nicht nur mir, sondern jedem, der fragt. Der teuerste Posten ist der Kaffee mit 24 Euro pro Kilo (bio und fair gehandelt).

Meine Kinder trinken gerne Milch. Das will ich nicht verbieten. Mein Mann und ich überhaupt nicht. Unseren Kaffee trinken wir schwarz (ich hab mir die Milch abgewöhnt, weil ich auch die selbst gemachte Pflanzenmilch im Kaffee nicht unbedingt mag).

Beim Bäcker lasse ich im Höchstfall 38 Euro. Aber nur, wen ich auch Nüsse kaufe. Inkl. Kaffee waren es diese Woche 28 Euro.

Der Unverpackt-Laden: Es mag sein, dass man im Unverpackt-Laden mehr Geld ausgibt, als im Supermarkt. Aber vergleichen lohnt sich! Denn im Supermarkt sieht man nur den Preis für abgepackte Ware! Das beste Beispiel sind Kräuter in der Tüte. Drin sind meist nur 30 g. Auf dem Glas im UV-Laden steht der Preis für 100 g, der Preis wirkt deshalb oft recht hoch. Im Supermarkt stehen die Kilopreise oder Preise pro 100 g oft auf dem Schild am Regal. Einfach mal lesen! 

Den Unverpackt-Laden besuche ich etwa alle drei Monate. Wobei ich hier nicht nur den speziellen UV meine. Ab und an kaufe ich Nudeln, Kichererbsen und Co. auch im Biomarkt. Meiner hat nämlich eine Unverpackt-Station. Im Schnitt lasse ich für große Vorräte (mehrere Kilogramm Nudeln, 2 kg Müsli, größere Mengen Kichererbsen, Reis und andere Trockenvorräte) etwa 60 Euro da – vierteljährlich.

Von Zeit zu Zeit kaufe ich 10 kg Nudeln in großen Plastiksäcken auch im Italienischen Supermarkt (auch der UV-Laden bekommt seine Nudeln in Plastiksäcken). Für 10 kg zahle ich dort 20 Euro.

Wie koche ich?

Es gibt eigentlich jeden Tag ein warmes Abendessen. Aber es ist nicht immer wahnsinnig aufwändig – dafür versuche ich, einfallsreich zu sein. Meine Männer freuen sich, wenn ich mal ein Fladenbrot kaufe, auf meinem Kontaktgrill röste und es mit Käse, Krautsalat und scharfer Sauce fülle.

Ich koche oft aus der Speisekammer. Denn da sammeln sich Lebensmittel – und somit auch Geld. Es muss nicht immer ein wahnsinniges Gericht sein, es muss nur schön aussehen. Aus Zwiebeln, Tomaten und Wein lässt sich eine tolle Sauce zu Nudeln zaubern. Gemüse auf dem Backblech – inklusive Kartoffeln – ergeben ein tolles, buntes Abendessen. Und all das kostet ja nicht viel. Außerdem lassen sich dabei sehr gut Reste verarbeiten. Denn oft hat man ja noch eine halbe Zucchini oder ein Stück Fenchel übrig.

Immer wieder werden dann übrige Brötchen verarbeitet – zu Semmel-Bratlingen. Dazu gibt es Salat. Das ist für uns ein tolles Resteessen.

Ja, auch meine Kinder essen nicht jedes Gemüse. Sie essen dann auch mal Ketchup oder nur den Salat. Das ist für mich in Ordnung.

Wo sparen wir Geld?

Früher habe ich eingekauft, ohne nachzudenken. Vor allem im Supermarkt habe ich viel mehr Geld gelassen, als eigentlich geplant. Man sieht dies und das, dann liest man „Sonderangebot“ und greift auch hier zu, obwohl man das Produkt gar nicht braucht. Das passiert mir heute nicht mehr. Ich verbringe eben nicht viel Zeit in Läden. Die Biokiste kommt ins Haus. Beim Bäcker verbringe ich zehn Minuten. Der Drogeriemarkt sieht mich sehr selten. Insgesamt sind Einkäufe besser geplant und deshalb am Ende günstiger.

  • ich kaufe kaum Fleisch, das spart wohl am meisten Geld
  • ich gebe nicht viel für Süßigkeiten aus, backe selbst, lasse Mama backen oder stelle Brotchips aus drei Brötchen her (75 Cent), anstatt teure Chips in der Tüte zu kaufen
  • Wir trinken Leitungswasser
  • Kräuter und Gemüse wachsen jetzt bei uns im Garten, wenn es die Jahreszeit zulässt
  • ich kaufe keine teuren, veganen Ersatzprodukte, sondern esse lieber Gemüse und stelle Aufstriche selbst her (kein Soja, kein Tofu, keine Bratlinge usw.)
  • ich kaufe keine Wasch- und Putzmittel, sondern nutze Soda, Seife und Zitronensäure
  • ich kaufe kaum noch Kleidung und wenn, dann gebraucht oder selten, aber fair (ein faires Kindershirt aus Biobaumwolle kostet keine 10 Euro)
  • ich verwende für Gesicht und Körper Öl statt Cremes – eine Flasche Traubenkernöl kostet keine 5 Euro und hält ewig
  • ich gebe viel weniger Geld für Kosmetik aus

Wir konsumieren insgesamt viel weniger! Ich habe früher sicherlich mindestens fünf paar Schuhe (für mich) im Jahr gekauft. Hinzu kamen Handtaschen, jedes Jahr eine neue Winterjacke usw. – Das ist Vergangenheit!

Fazit: Um zu erkennen, dass ein nachhaltigeres Leben nicht unbedingt ein teureres ist, sollte man nicht nur auf den Kassenbon im Supermarkt schauen. Ehrlich? Es ist nicht schlimm, wenn man nicht unter 100 Euro pro Woche für Lebensmittel bleibt. Gesunde Ernährung ist wichtig! Und es ist wichtig, dass wir mit unserem Geld eine Wirtschaft unterstützen, die vieles besser macht und so die Umwelt schont. Betrachtet man die gesamte Rechnung, ist es wohl so: Man gibt vielleicht mehr für Lebensmittel aus, spart dafür aber an anderen „Luxus-Gütern“, die man heute nicht mehr konsumiert. Und wenn man nicht spart, verteilt man das Geld wenigstens um. Denn eines kann ich sicher sagen: Mehr als früher zahlen wir nicht für unseren Lebensstil – ich behaupte, es ist eher das Gegenteil!

Ich freue mich auf eure Kommentare. Gerne dürft ihr die Kommentarspalte auch für den Austausch untereinander nutzen!

18 Gedanken zu “Wie teuer ist das plastikfreie Leben?

    1. Hallo Frau Schubert,
      Woher beziehen sie ihr Traubenkernöl?
      Ich habe eines aus dem Reformhaus (Spinnrad). Es ist raffiniert , da gibt es doch sicher qualitative qualitative Unterschiede.
      LG Petra

  1. Hallo,
    das mit dem Einkauf ist ja auch eine Sache der Familiegrösse bzw. Familienorganisation, der Gegebenheiten. Wird gekocht, oder essen die Kinder bzw. Erwachsenen vielleicht in der Schule, Kita oder auf Arbeit?… Alles Punkte die man berücksichtigen muss. Wir sind 3 Erwachsene und 2 Katzen und benötigen so max. 120 Euro in der Woche. In der Woche gibts Brote mit zur Arbeit und abends wird gekocht. Wir kaufen viel Obst, Gemüse, Antipasti etc. samstags auf dem Markt, alles bio bzw. regional. Unser größter Posten sind die Getränke, wir leisten uns den Luxus, gern Säfte, als Schorle, zu trinken, und die kaufen wir auch nur in Glasflaschen. Ansonsten beim Bäcker, nur Brötchen, Brot backe ich selbst. Beim Metzger, etwas Wurst, wird aber immer weniger… ja ja so läppert sich das zusammen. Ich achte dabei immer auf die Verpackung, gibts etwas nur verpackt, kaufe ich es nicht. Was mich am meisten ärgert sind Biowaren in Plastik verpackt!!! Nebenan gibts die gleiche Ware regional, dann nehme ich die. Im Gegensatz zu Ihnen, verbringe ich noch viel Zeit beim Einkaufen, aber was ich immer dabei habe, ist ein Einkaufszettel!!!! Ohne den gehts nicht! Und ich kaufe, manchmal zum Leidwesen meiner Familie, auch nur was darauf steht! Wurde es nicht notiert, wird es nicht gebraucht. Ich glaube das ist auch wichtig, das man keine Vorräte anlegt, das ist auch Geld, was dann in der Vorratskammer liegt…
    Bei Kleidung, sind wir fast komplett auf Secoundhand umgestiegen, ausser Unterwäsche, die kaufe ich fair und wenns mal ein neues Teil sein muss, dann auch nur fair (ausser Schuhe, die gibts hier nicht fair).
    Aber alles ist ein Prozess, ausprobieren, auf die eigene Familie umsetzen, was ist möglich, was ist machbar? Und was wird von der Familie akzeptiert? Für meinen Prozess habe ich ca. 2 Jahre gebraucht, aber ich bin froh, das mich Frau Schubert auch immer wieder aufs neue inspiriert und motiviert.
    Danke dafür.

    1. Liebe Karola,

      ich danke Ihnen, dass sie sich so viel Zeit genommen haben, um diesen wertvollen und ehrlichen Kommentar zu schreiben!

      Ich gebe ihnen völlig recht! In allem! Es ist toll, dass Sie so,aufmerksam sind und auch manchmal strikt. Denn das bin ich auch! Es ist eben wichtig, Ziele zu verfolgen und sich ab und zu durchzusetzen. Dennoch wird es Ihnen gehen wie mir: Der Mann lässt sich deshalb nicht scheiden und die Kinder wollen nicht ins Heim.

      Es hat ja alles einen Grund und wir müssen diesen oft mal wiederholen…

      Übrigens: Mein Prozess dauert nun schon sieben Jahre und ich lerne immer noch

      Viele Grüße,
      Schu

  2. Vielen Danke für diesen Artikel!!!
    Er stimmt in allen Punkten, denn wenn man sich für ein „Unverpackt“ Leben entscheidet, dabei gesünder und bewusster Leben möchte, dann macht das etwas mit einem.
    Man setzt sich mehr mit sich auseinander und hinterfragt in vielen Bereichen ob und wie weit man gehen möchte und ob dies oder das sein muss. Darum geht es ja auch.
    Ich persönlich halte nichts von Dogmen aber ich finde es wichtig sich auch darüber klar zu sein was man konsumiert.
    Denn auch bei Aldi gibt es Unverpackte Ware und auch Bio Ware.
    Und der Online Handel macht es wohl ziemlich allen Menschen Möglich auch in den entlegensten Ecke „Ihrer“ Produkte zu bekommen.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Rebecca

  3. Ja, mir geht es ähnlich. Leider schaffe ich es noch nicht, alles oder das meiste, Plastikfrei zu kaufen. Jedoch immer öfter. Klar, Waschmittel, Kosmetik und so weiter, mache ich selbst, das spart schon eine Menge. Grüne Kiste inkl. Obst kommt auch ins Haus, Milchprodukte ebenfalls. Daher gut kalkulierbar.
    Allerdings halte ich viel von Lagerhaltung. So kann ich jederzeit auf alles schnell zugreifen und das Essen wird sehr abwechslungsreich. Durch die lange Haltbarkeit von Trockenprodukten kaufe ich die auch nur sehr selten, aber in größeren Mengen.
    Ich habe viele Jahre ein Haushaltsbuch geführt. Über 15 Jahre habe ich im Schnitt immer das gleiche ausgegeben. Seit ich nun auf Bio umgestellt habe, kaum noch Fleisch und Wurst kaufe, hat sich der Betrag kaum geändert, eben nur verlagert. Das gleiche ist mit Kleidung geschehen. Weniger, dafür langlebiger und hochwertiger.
    Mir tut es manchmal in der Seele weh, wenn ich in Einkaufswagen schaue. Die vielen Fertigprodukte darin sind nicht nur ungesund sondern auch extrem teuer. Mir ist es nach wie vor ein Rätsel, wie man fertigen Grießbrei, Pfannkuchen Teig u.s.w. kaufen kann, alles, was in Minuten selbst zusammen gestellt werden kann.
    Ich hoffe, dass viele Menschen umdenken und der Industrie ein Schnäppchen schlagen werden.

  4. So ähnlich geht es bei uns auch. Die Dinge, die wir jetzt noch teuer kaufen oder überhaupt noch als „Produkt“ einkaufen, waren schon immer etwas teurer: Fairer Biokaffee, spezielle Getränke in Glasflaschen, Fleisch und Wurst vom Bio-Metzger, faire Bioklamotten – aber die machen eben nur einen kleinen Teil unserer Alltagskäufe aus. Das Plastiksparen hat unser Leben daher vergünstigt. Oder vielmehr: hätte es. Denn statt an allem zu sparen, haben wir bei den Dingen, die nur selten neu anzuschaffen sind und in den letzten 2 Jahren leider endgültig kaputt gegangen sind, wie z.B. Waschmaschine oder Mixer, nur noch hochwertige Ware gekauft. Da sehe ich im Gebrauchtkaufen auch nicht unbedingt Sinn, wenn die Dinge wertig, energiesparend und haltbar sein sollen. Gebrauchte Kleidung, sofern es Naturstoffe sind, habe ich dagegen gerne angenommen.
    Das Plastiksparen hat bei mir zu einem ganz neuen Denken über Kunststoffe geführt und ich habe mich intensiver mit dem Thema Müll auseinandergesetzt. Auch ich habe relativ lange, bestimmt 2 Jahre, gebraucht, bis mein Gehirn alles verarbeitet hatte – vom Aktivismus, dem Loslassen von Gewohnheiten bis zur Akzeptanz, dass man nicht alles perfekt machen kann.

  5. Ich glaube der wichtigste Satz war der : du musst es wollen. Und das ist der Knackpunkt bei der Sache. Wenn man oder Frau sich erstmal entschieden hat das Leben auf PLASTIKFREI umzustellen, wird es auch gehen, wenn man sein Ziel klar vor Augen hat. Natürlich hatte ich oder besser wir auch mal Rückschläge, gedankenloses Einkaufen oder zu bequem doch noch woanders reinzuschauen wo man den Artikel auch unverpackt oder ökologisch sinnvoller verpackt bekommt. Aber wenn man immer daran denk was man sich für ein Ziel gesetzt hat, wird es immer leichter. Und wie sie auch schreiben ist Organisation das A und O. Und es macht unwahrscheinlich viel Spaß wieder neue Geschäfte zu entdecken, wo man in seinem Vorhaben wohlwollend unterstützt wird. Die Frage nach den Kosten haben sich bei uns auch anfangs gestellt, aber unverpackt und plastikfrei ist ein Quantensprung in der Lebensqualität und wir haben festgestellt, dass wir dadurch bewusster und gesünder leben.
    Auch ist durch den regionalen Einkauf die Qualität und Frische der Ware viel höher.
    Das einzige was uns immer wieder ärgert, ist die Tatsache, das die Erdölbasierte Industrie die jetzige Krise für ihre Zwecke nutzt und den Kunden suggeriert das nur Verpacktes hygienisch einwandfrei ist. Dem ist aber nicht so, aber leider werden Leute, welche schon auf dem guten Weg waren wieder zurückgeholt, leider. Aber deshalb lass ich mich nicht irritieren und argumentiere im Bekanntenkreis meine Lebenshaltung. Und steter Tropfen höhlt den Stein.
    Besondere Unterstützung finde ich immer hier in ihrem Blog, und dafür möchte ich mich mal bedanken. Bitte machen sie weiter so.
    Mit freundlichen Grüßen Axel

    1. Lieber Axel,

      ach, vielen Dank für diesen netten Kommentar und das nette Feedback zu meinem Blog! Das tut gut!

      Sie haben völlig recht! Ich frage mich tatsächlich manchmal, warum ich das alles mache… obwohl die Menschen bewusster werden, wird nämlich jedes Jahr mehr Kunststoffe produziert! J zu ne das finde ich eine sehr erschreckende Entwicklung!

      Es heißt für uns also: dranbleiben und mit gutem Beispiel vorangehen!

  6. Also ich kann mich da völlig anschließen. Wir sind seit ca. 5 Jahren am umstellen.
    Es fing mit Biolebensmitteln an, davor generell schon wenig Fleisch, plastikfreiere bis freie Einkäufe, Pflege- und Reinigungsprodukte selbst herstellen aus minimalsten Zutaten, achtsam sein…
    Wenn man sich informiert und weiss warum man etwas tut oder halt nicht mehr, ist es simpel und fällt leicht Gewohnheiten zu verändern.
    Mit unserer Biokiste, selbst gebackenem Brot alle zwei Wochen (wird eingefroren) und bis auf etwas Käse keine Milchprodukte, gehe ich alle 4-6 Wochen für die haltbaren Lebensmittel einkaufen. Finanziell kann ich auf jeden Fall sagen, dass wir so und mit entsprechender Einkaufsplanung (nie ohne Zettel) unterm Strich weniger Geld für qualitativere Produkte ausgeben. Dazu die gesparte Zeit für Einkäufe ist auch eine Bereicherung.
    Wir verwerten alle Lebesmittel und wenn mal doch etwas zu viel da ist, gehts in den Froster. Zudem kommt, dass ich finde, was teurer ist, wird auch gegessen und landet nicht mal so im Müll. Meine Freundin hat vor langer Zeit mal gesagt „man schüttet ja auch kein schlechtes Öl ins Auto“.
    Was sollte uns mehr bedeuten als der eigene Körper und der Planet auf dem wir leben können? Wenn jeder etwas verändert, sind wir viele.
    Frau Schubert hat auch zu meinen Veränderungen immens beigetragen. Vielen Dank für die tolle und realistische Sichweise.
    LG Melanie

    1. Liebe Melanie,

      Sie sprechen mir aus der Seele! In der Realität ist es bei vielen leider so, dass für Auto oder Grill viel Geld ausgegeben wird, für das was drin ist, oder drauf liegt, aber wenig.

      Da muss sich noch viel ändern…

      Viele Grüße,
      Schu

  7. Das Thema Plastiksparen hat mich bis vor circa zwei Jahren gar nicht interessiert, ich habe uns zwar gesund ernährt, aber die meisten Sachen waren doch in Plastik eingepackt. Durch ein Interview in Unserem regionalen Wochenblatt kam ich zum Umdenken. Ich wollte sofort und auf der Stelle alles Plastikfrei machen und bin fast durchgedreht dabei. Ich experimentierte mit FlüssigSeife, Flüssigspülmittel, Flüssigwaschmittel und zerstörte unsere fertig im Waschbecken eingebauten Seifenspender, sehr zum Missfallen meines Mannes. Dann habe ich erst mal ein paar Gänge Zurück geschaltet, Und gehe jetzt mehr Schritt für Schritt vor, Dinge zu ändern. Kosmetik mache ich schon seit einiger Zeit selbst und habe mir durch Sie und Ihre Beiträge, Frau Schubert, das Wäschewaschen mit Soda und Zitronensäure beziehungsweise jetzt auch nur mit Seifenflocken angeeignet. Meine Jugendlichen Töchter waren zunächst sehr schwer zu überzeugen, aus ihrer kosmetischen Komfortzone heraus zu kommen, Aber inzwischen konnte ich sie auch von selbst gemacht im Haarspray, Makeup-Entferner und Haarseife überzeugen. Auch sie kriegen inzwischen die Krise, wenn Besuch seine ganzen in Plastik verpackten Kühlschrank-Lebensmittel mitbringt. Wem ich bisher nur circa 10 % überzeugen konnte, ist mein Mann. Aber bevor ich mich permanent aufreibe, habe ich beschlossen einfach weiterhin das plastikfreie vorzuleben und zu akzeptieren. Ich gehe in der Regel in vier verschiedenen Läden einkaufen, früher kaufte ich das meiste beim Aldi ein, inzwischen kaufe ich beim Aldi nur noch den kläglichen Rest ein. Seit etwa Sommer dieses Jahres gibt es im Edeka im nächsten Dorf eine Plietsch-Abteilung, die aber für meine Bedürfnisse noch viel zu wenig gefüllt ist. Zur Zeit nutze ich neu den unverpackt Laden in Buchholz in der Nordheide, weil meine Tochter dort in der Nähe ein Praktikum macht und es sich jetzt erst anbietet, dass ich Dort einkaufe.
    Fleisch und Wurst holen wir jetzt nur noch einmal pro Woche im Bio Laden der auch sämtliche Milchprodukte im Glas anbietet, aber doch ziemlich teuer ist. Meine Ausgaben für Lebensmittel im Monat sind auf jeden Fall in die Höhe gegangen, aber ich gebe es gerne auf und habe ein super gutes Gewissen dabei, diese Lebensmittel auch zu konsumieren. Bei Kleidungsfragen sind wir noch sehr rückständig, hier und da nehmen wir gerne für die Kinder etwas Second hand-Kleidung ich bestelle jedoch auch noch bei normalen Versand Unternehmen einiges, obwohl es mich jetzt zunehmend aufregt, dass jedes einzelne Kleidungsstück in Plastik verpackt ist. Die Kleidungsfrage wird nach der Lösung des Toiletten-Papierproblems mein nächstes Projekt sein.
    Ich möchte noch viel mehr machen, aber nach und nach…
    Jedenfalls nehme ich Ihre Ideen und Ratschläge immer gerne an!

    1. Liebe Beate,

      schön, das zu lesen! Sie sind doch auf einem prima Weg! Und den Mann kriegen Sie auch noch überzeugt

      Bei mir ging das auch nicht alles von heute auf morgen, aber irgendwo muss man ja anfangen. Der Rest kommt nach und nach.

      Viel Erfolg weiterhin!
      Liebe Grüße,
      Schu

  8. Viele interessante Ideen auf der Webseite und diesem Artikel. Vielleicht kann ich ein paar Dinge umsetzen. Bisher ist eigentlich nur mein Bad (fast) komplett plastikfrei. (elektische Zahnbürste)
    Ich finde unverpackt auch gut und habe bei mir in der Nähe einen tegut, der das anbietet. Allerdings hat mein Freund Zölliakie und reagiert extrem auf Gluten. Unverpackt kann mir keiner garantieren, dass nicht doch vorher in der Röhre/Gefäß etwas glutenhaltiges drin war, bzw. fehlt auch jegliche Deklarierung. Ohne diese Garantie ist es mir leider zu heikel, unverpackt Dinge zu kaufen, zumal es unverpackte glutenfreie Nudeln wohl nicht gibt. Auch sonst ist es eher schwierig, Da das glutenfreie Mehl und andere Produkte (auch Brot) ebenfalls immer in Plastik verpackt sind. Und von der Ernährung her ist er eigentlich kein Gemüse. Bei Fleisch und Wurst würde ich gerne umsteigen, habe aber noch nicht den richtigen Metzger gefunden. Können die immer ihre Waren in selbst mitgebrachte Behälter geben?
    Wie sieht es denn mit Käse aus? Wo kauft man den unverpackt?
    Wo kauft man unverpackte Süßwaren? Sind diese garantiert nicht mit Gluten in Berührung gekommen?
    Bei Lebensmitteln sehe ich da für mich echt die schwierigste Stufe. Im Bad, bei der Wäsche und beim Putzen ging es eigentlich recht einfach.
    Vielleicht hat ja jemand noch Erfahrungen mit glutenfreier, unverpackter Ernährung und Tipps. :D

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