#besserschlafen: Die 3. Nacht

Ich bin echt ein Hirni! Ich hab es wieder nicht ins Bett geschafft, mich von meinem Mann zum Sofa überreden lassen und was ist passiert? Ich habe schon wieder schlecht geschlafen! Heute ist Schluss damit!!!

Ich finde es super, dass so viele Anteil nehmen und mir gute Tipps geben. Natürlich lassen sich nicht alle umsetzen – nicht in der kurzen Zeit. Ich muss nebenbei ja auch noch funktionieren – als Hausfrau, als Mutter und als Berufstätige… Ach so, Ehefrau bin ich ja auch noch! Da schafft man manchmal eben nicht das, was man sich vornimmt. Alle Mütter werden jetzt wissend nicken. Frau kennt das Problem :)

Es fängt schon damit an, dass man am Abend oft nicht mehr aufnahmefähig ist. Mir geht es zumindest so. Gestern war ich tagsüber damit beschäftigt, Artikel zu schreiben – für Magazine, für den Blog. Dann war die Wäsche dran, ich hab einen Kuchen gebacken (der ersetzt bei uns ja die Süßigkeiten) und das  „bisschen Haushalt“ wollte auch erledigt werden. Ach ja, ein Spaziergang in der Sonne mit meiner Tochter stand auch noch auf dem Nachmittagsprogramm. Wartet, ich liste das mal auf – ich wundere mich nämlich gerade selbst darüber, wie vollgestopft so ein Tag doch ist…

  • Frühsport (hab ich ganz vergessen :) )
  • Blogartikel
  • Zeitungsartikel
  • Mailverkehr bearbeitet
  • Termine vereinbart
  • Wäsche
  • Aufräumen, Betten machen, Staub saugen
  • Kuchen
  • Spaziergang
  • Abendessen kochen

Puh…

Als wir, also die Kinder und ich, schon gegessen hatten, kam mein Mann endlich von der Arbeit und bekam das Essen aufgewärmt. Er hat es dann natürlich gern, wenn ich mich mit an den Tisch setze und ihm zuhöre. Er muss ja loswerden, was tagsüber bei ihm so passiert ist. Ich sitze da und sehe etwa so aus:

Es scheint, als würde ich zuhören, dabei denke ich schon daran, dass die Kleine ins Bett muss, die Küche noch nicht aufgeräumt ist und ich eigentlich schon umfallen könnte vor Müdigkeit. Das war um etwa 19.30 Uhr.

Es war 20.30 Uhr, als ich endlich aufs Sofa gekrabbelt bin und mein Mann aus der Dusche kam. Ich wollte gleich ins Bett, er aber mit mir auf der Couch kuscheln. Und was soll ich sagen: Ich bin natürlich in seinem Arm eingeschlafen! Eigentlich schön, fürs bessere Schlafen aber sehr schlecht. Denn aufgewacht bin ich um 2 Uhr!!!!

Nach dem Zähneputzen und in den Schlafanzug schlüpfen lag ich im Bett und konnte nicht mehr schlafen. Ich hab mich gequält, Atemübung kannste knicken. Nichtmal Jan Weiler konnte mich in den Schlaf säuseln.

Irgendwann schlief ich dann wohl doch ein – wahrscheinlich war es um kurz vor 6 Uhr – so hat es sich zumindest angefühlt. Denn der Herr stand um Punkt sechs auf – er musste heute früh los. Schublade auf, Schublade zu, Schranktür auf, Schranktür zu. Und ich war wach… habe nur noch gedöst, bis um 7.20 Uhr die Kleine zu mir ins Zimmer kam und rief: „Mama, es ist schon fünf Uhr nach sieben, ich will jetzt frühstücken!“ 

Ich liebe sie dafür – und bin todmüde.

10 Gedanken zu “#besserschlafen: Die 3. Nacht

  1. Liebe Frau Schubert, bei mir lag es früher immer am Fernsehen bzw. dem Elektronik-Blaulichtanteil von Smartphones etc. Außerdem ist die Reizüberflutung völlig kontraproduktiv um in Ruhe einzuschlafen. Haben Sie außerdem mal an die 3-6-9 Stunden-Regel gedacht? Diese Tipps kosten keine zusätzliche Zeit (; Ich schlafe deutlich besser, wenn ich nicht bis kurz vor knapp fernsehe.

    1. Liebe Frau Haun (aus Landshut?),

      diese Regel muss ich mir mal genauer anschauen! Ich glaube, wenn ich gleich ins Bett gegangen wäre, hätte ich gut geschlafen! Heute bleibe ich hartnäckig und lasse mich nicht überreden :)
      Und dann gibt´s auch keine Reizüberflutung!
      Danke für den Hinweis, ich plage mal die Suchmaschine!

      LG Frau Schubert

  2. Hallo Frau Schubert,

    für mich klingen diese Nächte ganz normal. Meine sehen auch nicht anders aus. Allerdings gönne ich mir Nachmittags eine Sofaauszeit. Falls die zu lange ausfällt, schaffe ich es abends nicht rechtzeitig ins Bett. Und schlafen dürfen bis 7.20 Uhr ist ein Geschenk. Unsere Wecker klingen entweder um 5.00 Uhr (Frühdienst) oder kurz nach 6.00 Uhr (Schule).
    Vielleicht alles hilft es, wenn man den eigenen Schlafrhythmus als Normalität akzeptiert und sich nicht dauernd darüber ärgert, wie schlecht man schläft. Das kann ja dann auch den Schlaf kosten.

    Lieber Gruß vom Walberla,

    Ihre

    S. Hessing

    1. Liebe Frau Hessing,

      ich weiß, dass es für viele nach Luxus klingt, dass ich bis 7.20 Uhr schlafen darf. Aber glauben Sie mir, alles andere habe ich schon hinter mir :)
      Mein Sohn macht sich seit einiger Zeit sein Frühstück und die Trinkflasche für die Schule selbst – mit 13 kann man das ja auch erwarten. Und die Kleine muss spätestens um 9 Uhr im Kiga sein. Als ich noch täglich ins Büro musste, sah das auch anders aus :)

      Manchmal denke ich, dass alles etwas geordneter ablief, als ich noch einem geregelten Job nachgegangen bin. Jetzt, als Freiberuflerin, gibt es den „ordentlichen“ Tagesablauf nicht mehr. Aber das ist ja auch irgendwie schön so :)

      Liebe Grüße und gute Nächte
      Frau Schubert

  3. Hallo Frau Schubert

    erstmal finde ich es ganz furchtbar, wenn hier in den Kommentaren subtil eine Rechtfertigung verlangt wird, wie „lange“ sie schlafen dürfen und wie ihr Alltag so aussieht.
    Klar ist der Alltag von Müttern mit Vollzeitjob hart und anstrengend. Ich kenne aber genügend Mütter die froh sind, wenn sie nach der Elternzeit endlich wieder arbeiten gehen können, weil der von Ihnen geschilderte Tagesablauf viel zu anstrengend war (und das ohne nebenbei auch noch eine Selbstständigkeit zu managen) . Sie brauchen den Job als Ausgleich und die meisten gönnen sich eine Haushaltshilfe.
    Es ist doch so, jeder hat einen anderen Alltag und jeder erlebt andere Dinge als stressig und ermüdend. Es ist hier ja kein Wettbewerb, wer sich hier am schnellsten ins Burnout arbeitet… Jeder Lebensentwurf hat seine Daseinsberechtigung und gehört respektiert.

    Zum Thema Einschlafen: ein Tipp der erstaunlich gut funktioniert: zirka eine Minute lang ganz schnell mit dem Augen blinzeln. Dadurch werden die Muskeln ermüdet und die Augenlider fühlen sich ganz schwer an, als wäre man entsetzlich müde. Da man die Augen nun nicht mehr offen halten kann fällt das einschlafen leichter.

    Auch hilfreich, wenngleich besonders schwer: nicht ärgern, wenn es nicht gleich funktioniert mit dem Einschlafen. Wenn wir uns darüber auch noch ärgern, werden wir erst so richtig wach und das Gedankenkarussell fängt an sich zu drehen. Auch dösen ist eine Auszeit für den Körper und besser als sich nur zu ärgern, dafür haben wir tagsüber genug Zeit.

    Wenn Ihr Mann sich abends umzieht, kann er bei der Gelegenheit sich schon die Kleidung für den nächsten Tag ins Bad legen. Er spart sich morgens Zeit und Sie werden nicht geweckt.

    Wenn das alles dennoch nicht helfen sollte, schauen Sie mal ob Ihnen die Organuhr etwas verrät, ich finde die Idee dahinter recht interessant.

    Falls es Sie tröstet: ich finde Ihre Beiträge sehr unterhaltsam geschrieben. Vor allem das Reh hat mich amüsiert.
    Wenn Sie so kaputt sind, machen Sie heute alles etwas langsamer und gönnen sich mehr Pausen und einen Kaffee, Tee oder Kakao mehr.

    Ich wünsche allen einen entspannten Wochenendspurt.

    Liebe Grüße von Frau Lehmann

    1. Liebe Frau Lehmann,

      vielen Dank, dass Sie das angesprochen haben! Das weiß ich durchaus zu schätzen!
      Es mag vielleicht wirklich jammern auf hohem Niveau sein – zumindest in den Augen manch anderer. Aber ich sage immer: Arbeit ist Arbeit. Der eine plagt sich körperlich, der andere geistig. Aber jede Arbeit hat ihre Qualität und ist auf ihre Art anstrengend. Deshalb rechtfertige ich mich nicht und lasse das auch nicht an mich ran. Wie schon geschrieben, habe ich das alles hinter mir. Und wie viele wissen, arbeitet man als Selbstständiger ja nicht weniger.

      Mein Mann macht das schon recht gut. Er legt sich oft seine Klamotten abends raus – er muss nun eben daran denken, das immer zu tun :)
      Ich glaube aber, dass mein Schlaf am Morgen so leicht ist, dass ich durch die kleinste „Störung“ wach werde.
      Mal sehen, wie sich das in Zukunft entwickelt, ich nehme mir aber nun vor, das einfach nicht mehr so verbissen zu sehen. Ich will die Lockerheit nicht verlieren :)

      Alles Liebe
      Frau Schubert

  4. Hallo Frau Schubert,

    ich finde es ja ganz furchtbar, schläfrig von der Couch noch ins Bad zu müssen und bekomme dann regelmäßig sehr schlechte Laune. Deshalb habe ich mir vor längerer Zeit angewöhnt, mich schon bettfertig zu machen – also Zähne putzen, abschminken etc. – wenn mein Sohn ins Bett gegangen ist. Das ist ca. 20.30 Uhr. Danach lege ich mich auch oft noch auf die Couch – natürlich ohne Snacks & Co ;-))
    Dort bleibe ich auch nicht immer wach, werde aber spätestens nach dem Ende des Films von meinem Mann geweckt und kann ohne größere Unterbrechung ins Bett steigen. Ich muss nur noch die Schlafsachen anziehen….fertig! Oft lese ich dann noch ein paar Seiten, manchmal schlafe ich aber auch gleich weiter.

    Allerdings gehen wir meist nicht später als 22.00 Uhr schlafen, weil wir auch früh aufstehen müssen. Filme oder Sendungen am späten Abend, die ich nicht verpassen will, nehme ich mir auf oder schaue sie an anderen Tagen aus der Mediathek.

    Liebe Grüße
    Anja

    1. Liebe Anja,

      Sie werden lachen! Gestern habe ich genau das auch gemacht :) Ich musste wirklich nur noch den Schlafanzug anziehen und bin dann ins Bett – Zähne waren geputzt und ich war schon abgeschminkt. Und das ist übrigens super, denn so kommt man gar nicht mehr in Versuchung irgendwas zu knabbern :)

      Liebe Grüße
      Frau Schubert

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