Frau Schubert stellt ihr Buch vor

Zwei Bücher, ein Thema. Was steht in „Noch besser leben ohne Plastik“, was im Vorgänger nicht steht? Brauche ich beide Bücher oder reicht eines davon? Ist der Nachfolger nur ein Aufguss des ersten Buches? Viele Fragen, auf die es Antworten gibt. Heute möchte ich euch ein bisschen mehr über mein neues Buch verraten.

Ganz ehrlich, ich hatte ein bisschen Angst davor dieses Buch zu schreiben. Vor allem eine Frage beschäftige mich: Werden die Leser denken, ich hab den alten Schinken nochmal aufgewärmt, um daran zu verdienen? Doch dann erstellte ich eine Art Inhaltsverzeichnis, bei dem ich mir folgende Fragen stellte:

Was sollte drinstehen?

Welche Rezepte würde ich veröffentlichen wollen?

Welchen Schwerpunkt wollte ich setzen?

Meine Liste wurde ganz schön lang und der Verlag prüfte die vorgeschlagenen Inhalte gut. Denn auch oekom wollte sich nicht den Vorwurf machen lassen, dem alten Schuppen einen neuen Anstrich verpasst zu haben und ihn dann als neues Haus anzupreisen. Doch nach eindringlicher Prüfung meines Manuskripts waren sich die Experten sicher, dass die Zeit für „Teil 2“ gekommen sei.

Und so sammelte ich meine Inhalte zusammen, schrieb Texte und erarbeitete – zusammen mit dem weltbesten Lektor – Inhalte, Rubriken, Bildsprache und das Layout. Viel Arbeit, die sich aber, wie ich finde, gelohnt hat.

Was steht drin?

Bei der Auswahl der Themen konnte ich aus dem Vollen schöpfen. Schließlich halte ich viele Vorträge unter dem Titel „Besser leben ohne Plastik“, treffe dort viele Menschen und bekomme viele Fragen und Anregungen.. Und natürlich haben wir auch aus den Fehlern des ersten Buches gelernt – viele LeserInnen hatten sich z.B. ein Register gewünscht. All das wollte ich in meinem neuen Buch verarbeiten.

Die Rubriken

Das Buch ist unterteilt in acht Rubriken, die man nicht nacheinander abarbeiten muss. Man kann sich „seine“ Infos gerne auch durcheinander herausziehen.

  • Überall Plastik – Der Theorieteil mit Zahlen, Fakten, Infos und dem Schwerpunkt Mikroplastik
  • Der Einstieg – Womit fängt man am besten an, was sollte man nicht tun
  • Plastikfrei von A-Z – Mein Liebling, denn hier gibt es von A-Z viele Tipps für Produkte und Situationen, an die man anfangs gar nicht denkt
  • Einfach anders einkaufen – Es wird konkret. Meine Tipps: Eine Mischung aus lokal, unverpackt und online führt zum Ziel.
  • Nützliche Basics – Wahre Putzteufel natürlichen Ursprungs, Sanfte Hautschmeichler und Natürliche Spezialisten, die in keinem Haushalt fehlen dürfen und die alle käuflichen Chemieprodukte ersetzen.
  • Mein plastikfreier Haushalt – Der große Rezeptteil: Waschen, Putzen, Körperpflege und Menstruation ohne Plastik – mit Extra-Teil für Männerpflege
  • Plastikfrei außer Haus – Auch am Arbeitsplatz und in der Schule geht es mit weniger Plastik
  • Plastikfrei schenken – Ideen für jedes Alter und Tipps, wie man´s der Verwandtschaft erklärt

Das Register

Vermisst haben viele LeserInnen im ersten Buch ein Register. Das wurde nun ergänzt und ist wirklich hilfreich. Hier findet ihr, alphabetisch geordnet, alle Begriffe, die im Buch auftauchen und wichtig sind mit der Seitenangabe. Ideal zum Nachschlagen.

Der Rezeptteil

Menschen, die ihren Plastikkonsum verringern möchten, sind gerne dazu bereit, bestimmte Produkte selber zu machen. Mir geht das Produzieren von Wasch- und Putzmitteln mittlerweile sehr leicht von der Hand und ich freue mich immer wieder darüber, wie viel Zeit ich dadurch spare. Zeit, die ich nicht mehr mit dem Einkaufen und an der Kasse stehen verbringen muss. Hinzu kommt die große Geldersparnis.

Was ist neu im Rezeptteil?  Nun, ich hatte leider noch nicht für alles eine zufriedenstellende Lösung gefunden. Also habe ich weiter getüftelt und so tolle Rezepte entwickelt oder gefunden. Ich arbeite dabei hauptsächlich mit den Pflanzenseifen von Marius Fabre. Ich verwende die Natur- und die Olivenölseife.

Mit der Naturseife stelle ich Waschmittel, WC-Pulver und viele Reiniger her. Stolz bin ich auf das Pulver für die Spülmaschine. Endlich ein Mittel, das schnell herzustellen und auch wirklich wirksam ist. Da es die Seife bereits als Flocken gibt, entfällt das Reiben, was wieder Zeit spart.

Die Olivenölseife verwende ich für Hände und Körper, aber auch z.B. zum Schuhe putzen.

Wer sind meine Leser?

Es gibt unterschiedliche Typen der Plastikvermeider: Die, die gerne Geld für bessere und plastikfreie Produkte und Lebensmittel ausgeben, aber keine Lust zum Selbermachen haben. Und jene, die Geld sparen möchten und gerne selbst Hand anlegen. Ich habe viele dieser Menschen kennengelernt bei meinen zahlreichen Auftritten. Und ich möchte allen gerecht werden. Deshalb gibt es Rezepte für die Selbermacher und Kauftipps für alle, die nachhaltiger Handeln möchten, aber weder Zeit noch Lust auf DIY haben.

Die meisten Leser von „Besser leben ohne Plastik“ gehören nicht zu den Spezialisten des nachhaltigen Lebensstils. Sie sind auf der Suche nach Anleitungen zum Besser- und Andersmachen. Sie bewegen sich nicht so häufig auf Internetseiten und in Foren, die sich mit dem Leben ohne Plastik beschäftigen ODER diese Seiten sind ihnen zu unübersichtlich und sie wünschen sich ein übersichtliches Nachschlagewerk mit guten, aber ausgewählten, Informationen, Tipps und Rezepten. Diese Wünsche habe ich berücksichtigt und umgesetzt.

Brauche ich beide Bücher?

Wenn ich nur Geld verdienen wollte, würde ich sagen: JA, unbedingt beide Bücher kaufen. Meine Antwort lautet aber: Nein. Denn man kommt mit jedem der Bücher gut durch den Alltag ohne Plastik! Wer jedoch neue, unveröffentlichte Tipps sucht, der sollte sich „Noch besser leben ohne Plastik“ zulegen. Neben der erwähnten Lösung für ein Spülmaschinenpulver gibt´s nämlich auch Rezepte, um Puder, Rouge und Wimperntusche selbst zu machen – einfach und effektiv – aber eben auch Tipps zum Kauf plastikfreier Regenbekleidung, Yogamatten usw. im ABC. Fakt ist: Viele möchten gerne beide Bücher haben und beim Preis von 13 Euro ist das ja finanziell durchaus drin.

Noch Fragen?

So, nun habe ich viel zum Inhalt von „Noch besser leben ohne Plastik“ geschrieben. Vielleicht sind aber noch nicht alle Fragen beantwortet. Schreibt gerne einen Kommentar mit euren Fragen. Ich werde sie beantworten!

Wenn ihr mich mal live erleben möchtet: Ich bin im Herbst viel unterwegs, vielleicht auch in deiner Stadt! Wenn nicht, einfach eine Mail schreiben und wir finden einen Termin im nächsten Jahr :)

Noch besser leben ohne Plastik kaufen oder Probelesen:

Einfach aufs Bild klicken!

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14 Gedanken zu “Frau Schubert stellt ihr Buch vor

  1. Hallo, ich habe beide bücher, wobei ich „noch besser leben ohne plastik“ besser finde. Mehr rezepte und umfangreichere informationen. Ein tolles nachschlagewerk. Kann ich nur empfehlen. Viele grüße aus dem nahen eltmann von frau klarmann

  2. Hallo,
    ich finde besonders die Geschenkideen toll und habe nicht gedacht, dass sich alles wiederholt.
    Ich habe beide Bücher im Küchenregal!
    Auch die Tipps rund um Make up und Co. freuen die moderne Frau von heute :)

    Wann sind Sie denn mal in der Nähe von Osnabrück/Bielefeld?

    Eine schöne Woche!

    PS: Wie kann man den Waschmittel-Duft noch ohne ätherische Öle verbessern?
    Irgendwie riecht es noch nicht sooo frisch, wird zwar sauber, aber ich hätte gerne noch etwas mehr Frische (keinen starken Duft oder so). Vielen Dank vorab :)

    LG Anemone

    1. Liebe Anemone,

      zunächst vielen Dank für Ihr nettes Feedback! Sie werden, wenn Sie Wäsche bedurften möchten, nicht um ätherische Öle herumkommen. Bei shop.villalavanda.de gibt es aber auch einen Wäscheduft. Den könnten Sie mal ausprobieren.

      Derzeit sind leider keine Termine in Ihrer Gegend geplant. Stoßen das doch mal an. Zum Beispiel. Mit der Stadt, dem Klimaschutzbüro oder der VHS.

      Liebe Grüße
      Frau Schubert

  3. Vielen Dank für die Infos, bei shop.villalavanda war ich schon.
    Aber der Duft reicht sicher nur für ein paar Wäschen und das ist dann schon ziemlich teuer.

    Ich experimentiere weiterhin mit unterschiedlichen Pflanzenölseifen rum, da verändert sich der Duft vllt auch mal ein bisschen :)

    Ja, sollte sich eine Gelegenheit ergeben, stoße ich das gerne mal an.
    Kommen Sie auch in kleinere Orte?

    LG Anemone

  4. Ja, man gewöhnt sich auch nach und nach daran.
    Ich habe nun verschiedene (stärker duftende) Pflanzenölseifen von Alterra gekauft. Bin gespannt, ob das die ganze Sache etwas auffrischt :D

    Als nächstes versuche ich das Puder und Rouge aus Ihrem Buch, bin schon gespannt und freue mich aufs Selbermachen :)
    Sollte sich eine Gelegenheit ergeben, spreche ich das mal an, Osnabrück wäre sonst die nächst größere Stadt!

    LG

  5. Hallo Frau Schubert,

    ich habe mir letzte Woche nun auch endlich das zweite Buch gekauft und bin total begeistert. Auch wenn ich seit 2 Jahren versuche Plastik zu vermeiden und mich auch regelmäßig informiere, sind in dem Buch doch wieder neue und interessante Themen dabei (z.B. Happybrush). Vorallem habe ich auch festgestellt was ich doch schon in den letzten Jahren verändert und geschafft habe.
    Das Thema mit den Kunstfasern in der Waschmaschine hat mich doch wieder etwas demotiviert und nachdem ich meinen Kleiderschrank inspiziert hatte war es nur noch schlimmer…
    Bei mir stellt sich mitunter nun die Frage, ist es besser alle Mikrofaserputzlappen und Polyesterkleidung zu entsorgen (wegzuschmeißen), oder lieber doch weiterbenutzen bis sie kaputt sind. Selbst meine Abschminkpads sind aus Mikrofaser.
    Ich habe auch schon von dem Guppysack für die Wäsche gehört, aber ich bin dabei skeptisch ob der die kleinen Mikropartikel wirklich filtern kann.
    Klar ist, dass ich nun keine Kunstfasern mehr kaufe und noch mehr darauf achte, aber selbst das Nähgarn besteht meist aus Polyester.
    Wie handhaben Sie das, haben Sie alles entsorgt?

    Viele Grüße aus Freising
    Steffi Betz

    1. Liebe Steffi,

      Vielen lieben Dank für das nette und ehrliche Feedback! Schön, dass Ihnen mein Buch gefällt!

      Nun ja, mit Mikrofaser ist das so eine Sache. Manchmal kommt man nicht drumrum (schneeanzug) und voll sind die Schränke ohnehin damit. Ich kaufe nichts mehr neu dazu. Ganz strikt. Schneeklwidung gibt es nur noch gebraucht.

      Ich gebe aber zu, dass ich auch noch nicht alle alten Putzlappen entsorgt habe. Ich verwende sie derzeit weiter. Wegschmeißen ist ja auch nicht die Lösung.

      Hilft Ihnen das ein kleines bisschen weiter? War ja keine ergiebige Antwort

      Liebe Grüße
      Frau Schubert

  6. Ja das hilft mir schon weiter, vielen Dank!
    Ich finde nämlich auch, dass wegschmeißen nicht die Lösung ist, aber ich wollte nun auch nochmal eine andere Meinung dazu hören.

    Vielen Dank und weiter so!
    Ich freue mich immer über neue Tipps von Ihnen!

    Liebe Grüße
    Steffi Betz

  7. Hallo Frau Schubert,
    ich habe ihr erstes Buch und mag es sehr. Besonders das Rezept für die selbstgemachte Bodylotion. Das zweite Buch habe ich auf meine Wunschliste gesetzt. Ich mag es, Dinge selber zu machen, habe aber im Moment (noch) nicht das Ziel sofort plastikfrei zu leben. Doch ich finde es toll, dass sie sich so viele Gedanken machen und andere daran teilhaben lassen!
    Alles Liebe, viel Erfolg und Freude bei Ihren Projekten,
    Susanne

    1. Liebe Susanne,

      herzlichen Dank für das Lob. Es freut mich, dass Sie Freude an meinem Buch haben. Ich glaube, das neue Buch wird Ihnen gefallen. Vor allem, wenn Sie gerne selbst Alternativen herstellen. Denn es ist alles dabei, auch viele Pflege- und Beautyprodukte.

      Viele Grüße
      Nadine Schubert

  8. Liebe Frau Schubert,

    ich habe beide ihre Bücher und finde sie wirklich toll, besonders das Zweite Buch.

    Wo ich noch keine Antworten gefunden habe sind Funktionskleidung, also, z. B. Ski-Anzug, der sowohl wasserdicht, aus natürlichen Materialien (am liebsten natürlich Bio) und bezahlbar. Genauso Winterstiefel für Kinder und Handschuhe… haben Sie da gute Ideen?

    Meine Tochter hatte übrigens auch eine tolle Idee für Trinkhalme :-) Sie hat eine Maccherocini Pasta in einen Strohhalm umfunktioniert … und den kann man dann danach auch noch essen (machen meine Kinder sehr gerne) … das heisst, es entsteht nicht mal mehr Müll.

    Viele Grüße,
    Eva B.

    1. Liebe Eva,

      bei Schneebekleidung wird es schwierig, da würde ich gebraucht kaufen. Aber Winterstiefel gibt es! Z.B. von Bisgaard, außen Leder, innen Lammfell. Sind wasserdicht und warm. Gebraucht sogar recht günstig zu erstehen.
      Die Idee mit den Nudeln ist übrigens toll! :)
      Vielen Dank auch für das Lob!
      Liebe Grüße
      Frau Schubert

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