Plastik statt Glas: Surig hat umgestellt

In vielen Beiträgen, bei Vorträgen und Workshops und in beiden meiner Bücher habe ich die Essigessenz von Surig zum Putzen empfohlen. In letzter Zeit bekomme ich jedoch viele Mails von LeserInnen, die nur noch Plastikflaschen von Surig in den Regalen fanden. Jetzt habe ich mich selbst davon überzeugen können. Und was sagt der Hersteller dazu?

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nachgefragt bei monomeer.de

monomeermonomeer.de ist ein Online-Shop, der Produkte ohne Plastik vertreibt. Daher habe ich das Deo von Organic Essence, das ohne Aluminiumsalze auskommt und in Papier verpackt ist – und zwar komplett. monomeer bietet nachhaltige Produkte und sehr günstige Preise. Dr. Susan Rößner ist Betreiberin dieses Online-Shops. Auch sie bloggt zum Thema „Plastikfreiheit“. Grund genug für Frau Schubert, mal nachzufragen. Lesen Sie weiter

kontrollkauf: gepa-schokolade

IMG_1516Im Mai habe ich in der Rubrik „nachgefragt“ einen Beitrag zur Plastikverpackung der gepa fairtrade Schokolade veröffentlicht. Die Korrespondenz war toll und informativ und gepa versicherte mir, man befinde sich derzeit in der Umstellungsphase auf eine kompostierbare Folie. Jetzt, etwa drei Monate später, habe ich mich zu einem Kontrollkauf hinreißen lassen. Und siehe da: Es hat sich noch nichts geändert. Zumindest ist meine Schokolade noch immer in Plastik verpackt. Vielleicht bin ich aber auch zu ungeduldig. Ich werde es in einiger Zeit wieder tun… und meinem ersten Schreiben ein zweites hinterher schicken.

nachgefragt: gepa-schoki in plastikhülle

Man kann offenbar nicht alles haben:

  • bio und Fairtrade
  • ohne Aluminium
  • ohne Plastik

Ich kaufe Fairtrade und Bio-Schokolade – Außenhülle aus Papier, um die Schoki Alufolie. Wäre eigentlich auch nicht meine erste Wahl… Aber wie macht man´s richtig? Was ist denn eine „gute“ Verpackung?

Zugegeben, ein bisschen ungeduldig hab ich schon auf die Antwort gewartet. Es hat auch ein paar Tage gedauert. Die Antwort ist aber sehr zufriedenstellend. Sie fällt zwar sehr ausführlich aus, ist aber definitiv lesenswert.

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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich schreibe einen Blog zum Thema „Besser leben ohne Plastik“. Natürlich achte ich in allen Lebensbereichen nicht nur auf die Plastikfreiheit von Produkten, sondern auch auf gesunde und fair gehandelte Waren. Deshalb bin ich auf Ihre Produkte gestoßen – in diesem Fall Schokolade.
Und ich muss sagen, geschmacklich hat sich der Kauf gelohnt. Die Nougat-Schokolade ist wahnsinnig lecker.
Allerdings bin ich beim Auspacken erschrocken. Sie schreiben auf der Verpackung zwar, die Schokolade sei nicht in Aluminium verpackt. Mit Plastik habe ich aber nicht gerechnet. Es findet sich kein Hinweis darauf, dass die Plastikfolie kompostierbar ist.
Nun meine Frage, die ich, mitsamt Ihrer Antwort, im Blog veröffentlichen möchte: Warum nutzen Sie bei Schokolade Plastikverpackungen?

Die Antwort:

Herzlichen Dank für Ihr ehrliches Anschreiben und für das schöne Lob zu unserer Schokolade. Wir freuen uns sehr, dass Sie uns die Möglichkeit geben, zu unserer Verpackung Stellung zu beziehen.

 Ihnen rundum gute Qualität zu liefern, gehört zu unserem Selbstverständnis.

Fair, hochwertig, umweltverträglich, am liebsten Bio: Das ist unser Anspruch, dem wir bestmöglich gerecht werden wollen.

Deshalb arbeiten wir ständig daran, sowohl unsere Produkte, aber auch unsere Verpackungen zu verbessern.

Papier eignet sich nur ganz eingeschränkt als Verpackungsmaterial für Lebensmittel. Bei sämtlichen zucker- fett- oder ölhaltigen Produkten wie Kaffee, Kakao, Schokolade etc. weichen Fett und Zucker das Papier durch. Zahlreiche Testphasen belegen das.

Außerdem gibt es bei Papierverpackungen immer wieder Schlagzeilen über die Migration von unerwünschten Stoffen in das Produkt. Häufig sind dies gesundheitsgefährdende Stoffe wie Mineralölrückstände. Die Gesundheit unserer Kunden ist uns sehr wichtig, so dass wir dieses Risiko nicht bereit sind, weiter einzugehen.

Aber wir forschen ständig weiter.

Seit über einem Jahr bereits testen wir für unsere Schokoladentafeln und -riegel eine neue umweltfreundliche und produktschützende Folie. Diese besteht zu 90 bis 94 Prozent aus

nachwachsenden Rohstoffen, ist biologisch abbaubar gemäß anerkannter Normen (z. B. EN 13432). Wie vorgeschrieben sind 90 Prozent der Folie innerhalb 90 Tagen abbaubar.

Bei der Zertifizierung nach EN 13432 wird darauf geachtet, dass die zu untersuchenden Materialien sich kompostieren lassen und das Grundwasser nicht belasten. Beim nachwachsenden Rohstoff handelt es sich um FSC-/PEFC-zertifizierten Holzzellstoff (Forest Stewardship Council/Programme for the Endorsement of Forest Certification).

Zurzeit befinden wir uns in der Umstellungsphase. Unsere Flachtafeln und unsere 40g- Tafeln sind bereits in der neuen Folie erhältlich. Bis Oktober 2014 werden auch alle anderen Tafeln der GEPA umgestellt sein.

Lesen Sie mehr zur GEPA:

http://fair-plus.de/mensch-natur.html

http://www.gepa.de/service/faq.html

Wir freuen uns natürlich sehr, dass Sie unsere Schokolade in Ihrem Blog vorstellen möchten und hoffen, dass Sie diese auch weiterhin genießen werden.

nachgefragt: zu viel verpackungsmüll

Zugegeben: Online-Shops sind eine super Sache. Man kann rund um die Uhr einkaufen und bekommt alles bequem geliefert. Über die Umwelt-Bilanz der bestellten Ware darf man aber nicht nachdenken. Es hat wohl alles seine Vor- und Nachteile.

Ich bestelle gerne bei www.windelbar.de. Dort bekommt man Mode, die ich hier noch nie kaufen konnte, die häufig in Bio-Qualität ist und dazu noch schön und günstig. Nur nervt mich, dass ich nach dem Auspacken der Ware immer einen riesigen Haufen Plastikmüll habe. Denn jedes Teil ist einzeln in eine Plastiktüte verpackt. Deshalb habe ich bei windelbar.de nachgefragt, ob man daran nicht etwas ändern kann.

Hier die Antwort:

„Vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihren Verbesserungsvorschlag.

Wir freuen uns stets über neue Anregung und versuchen diese bestmöglichst, umzusetzen.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.“

nachgefragt: was steckt in den plastikdöschen?

IMG_0112Es gibt kaum einen Haushalt, in dem sich keine Plastikdosen von Tupper und Co. finden. Auch unsere Schränke waren voll damit. QVC vertreibt zum Beispiel die Dosen „Lock & Lock“. Sie werden in China produziert. Ich wollte wissen, ob mir QVC garantieren kann, dass keinerlei bedenkliche Stoffe verwendet werden. Vor allem interessierten mich dabei die Farben (die Döschen sind ja immer schön bunt) und ob  Weichmacher enthalten sind. Hier die Antwort von QVC:

„Grundsätzlich bestätigen wir Ihnen, dass unsere Lieferanten intensiv auf
die Einhaltung aller gesetzlichen Anforderung in den jeweiligen Ländern
aber auch in Deutschland geschult werden. Die Standards sind zum einem in
unseren Verträgen mit den Lieferanten aber auch in unserem Lieferanten Code
of Conduct festgelegt und jeder Lieferant muss sich zur Einhaltung dieser
Standards verpflichten.

Die Überwachung dieser Standards erfolgt durch externe Auditoren in
regelmässigen Abständen und bei Besuchen durch die Qualitätssicherung in
den jeweiligen Fertigungsbetrieben. Durch eine kontinuierliche
Lieferantenpolitik und die permanente Zusammenarbeit mit unseren
Lieferanten stellen wir ebenfalls einen wichtigen Bestandteil der
Einhaltung unserer Standards sicher.

Jedes bei QVC verkaufte Produkt unterliegt also den beschriebenen
Qualitätsrichtlinien.

Zu Ihrer konkreten Anfrage hinsichtlich des BPA und DEHP Anteiles bei
unseren Lock&Lock Dosen können wir Ihnen versichern, dass der Einsatz des
Produktes absolut unbedenklich ist.
Zum einen liegt uns einLFGB – (Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und
Futtermittelgesetzbuch) Zertifikat vor, welches die Unbedenklichkeit im
Umgang mit Lebensmitteln nachweist.

Dieses Zertifikat ist eine gesetzliche Vorgabe für inverkehrgebrachte
Artikel, die u.a. mit Lebensmitteln in Kontakt kommen.

Weiterhin liegt uns ein CE-Zertifikat vor, welches die Sicherheit des
Artikels bescheinigt. Zum anderen ist PP für den Gebrauch in Mikrowellen
zugelassen. Schliesslich wird fast jede Frischhaltedose sowie diverse
Menüschalen in der Foodindustrie in Deutschland aus diesem Material
hergestellt.

Aus diesem Grunde empfehlen wir Ihnen auch den folgenden Ökotest-Link zu
Lock & Lock;

http://www.psi-network.de/oekotest_isi-multifunktionsboxen_lock_lock_mit_sehr_gut_bewertet_30.2685.html

nachgefragt: mineralöl in bebe zartcreme

IMG_0350Um keine Hautcreme im Plastiktiegel mehr kaufen zu müssen, habe ich mich mit Alternativen beschäftigt. Niveacreme und bebe Zartcreme werden schon eh und je in Blechdöschen angeboten. Doch die Liste der Inhaltsstoffe besagt, dass Paraffinöle verwendet werden. Doch will man sich Erdöl ins Gesicht schmieren? Meine Nachfrage beim Konzern Johnson & Johnson brachte folgende Antwort:

„Alle in der Kosmetikindustrie verwendeten Inhaltsstoffe sind mit ihrem Namen in einem internationalen Verzeichnis aufgelistet. Dieses Verzeichnis heißt: INCI (International Nomenclature of Cosmetic Ingredients). Anhand dieser einheitlichen Schreibweise ist es für den Verbraucher möglich, überall in der EU die Inhaltsstoffe der Kosmetik- und Pflegeprodukten, die auf den Produkten aufgelistet werden müssen, zu identifizieren.

Die bei der Herstellung verwendeten Inhaltsstoffe werden mit ihrer INCI Bezeichnung und in absteigender Reihenfolge ihrer Konzentration  angegeben (bis 1%). Rohstoffe, die weniger als 1 % der Gesamtbestandteile ausmachen, werden am Ende angeführt.

Paraffinöle bzw. -wachse finden Sie in unseren Produkten unter folgenden INCI Bezeichnungen:

– Paraffinum Liquidum,
– Petrolatum,
– Cera Microcristallina,
– Microcristalline Wax,
– Ozokerite,
– Ceresin.

Paraffinöle werden seit über 100 Jahren zur Herstellung von Arzneimitteln und Kosmetika verwendet. Das in kosmetischen Produkten eingesetzte Paraffinum Liquidum beispielsweise ist von hoher medizinischer und pharmazeutischer Qualität und zeichnet sich durch eine besonders gute Verträglichkeit aus. Unverträglichkeitsreaktionen auf diesen Inhaltsstoff sind nicht bekannt.  Die von uns verwendete Qualität entspricht der Europäischen Pharmakopoe (EAB), dem  Qualitätsstandard für Arzneimittel und wird dementsprechend standardmäßig dort eingesetzt.

Paraffinölderivate werden aus Paraffinöl hergestellt und unterliegen ähnlich strengen Anforderungen bezüglich der Reinheit und Verträglichkeit.

Auch Stiftung Warentest bewertet den Einsatz von Paraffinöl in Kosmetika als positiv, da es in gleichbleibender Qualität hergestellt werden kann, lange haltbar ist und keine Allergien auslöst.

Wir hoffen, Ihnen mit diesen Informationen geholfen zu haben. Wenn Sie noch weitere Fragen zu unseren Produkten haben, so schreiben Sie uns ruhig wieder oder rufen Sie uns an. Wir antworten jederzeit gern.“

nachgefragt: parabene in gliss kur shampoo

IMG_0352Laut der Liste der Inhaltsstoffe werden Parabene in meinem Shampoo von Gliss Kur als Konservierungsmittel verwendet. Die App Toxfox hat mich darauf hingewiesen. Parabene wirken ähnlich, wie weibliche Geschlechtshormone. Als ich beim Hersteller Henkel Bedenken deswegen geäußert habe, bekam ich folgende Antwort, die ich hier unkommentiert und in voller Länge veröffentliche:

„Henkel fühlt sich seinen Kunden und Verbrauchern in langer Tradition verpflichtet, nur umfangreich abgesicherte und gesundheitlich verträgliche Produkte anzubieten. In den Formulierungen unserer Kosmetikprodukte verwenden wir ausschließlich Inhaltsstoffe, die der Kosmetik-Verordnung sowie allen anderen gesetzlichen Vorgaben der EU entsprechen und bezüglich der gesundheitlichen Verträglichkeit umfassend geprüft sind. Hohe Forschungsaufwendungen und Sicherheitsstandards garantieren seit Jahrzehnten eine gleichmäßig gute Qualität unserer Produkte. Dies wird durch zahlreiche unabhängige Studien und durch Millionen zufriedener Verbraucherinnen und Verbraucher dokumentiert.

Unsere Experten bewerten die Inhaltsstoffe nach dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand unter Berücksichtigung konkreter Sicherheitsdaten, der tatsächlichen Konzentration der Inhaltsstoffe in den jeweiligen Rezepturen und den exakten Anwendungsbedingungen der Produkte. Dies gilt selbstverständlich auch für die von Ihnen angesprochenen Inhaltsstoffe, sofern wir sie in unseren Kosmetikprodukten einsetzen. Nur Produktformulierungen, die nach den strengen Kriterien dieser Sicherheitsbewertung als verträglich eingestuft sind, werden freigegeben und kommen auf den Markt.

Die aktuell angebotene App „Kosmetikcheck“ zur Identifizierung vermeintlich gesundheitlich vorteilhafter Produkte bietet daher keine verlässliche Verbraucherorientierung. Weitere Informationen zu dem Thema erhalten Sie auf der Internetseite des Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e.V. unter http://www.ikw.org/schoenheitspflege/pressebereich/pressemeldung/kosmetikcheck-des-bund-als-orientierungshilfe-voellig-ungeeignet/2d2a5a9ee716b1e474f92bee8b467c0d/

Sie dürfen sich auf die bewährte Qualität und Verträglichkeit unserer Kosmetikprodukte verlassen, und wir würden uns freuen, Sie auch weiterhin zu unseren zufriedenen Kunden zählen zu können.“